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Website-Relaunch-Checkliste: 12 Punkte gegen böse Überraschungen
Ein Relaunch ist wie ein Hausumbau bei laufendem Betrieb: Das Sichtbare gelingt meistens, verloren geht das Unsichtbare. Diese zwölf Punkte stellen sicher, dass die neue Website nicht mit einem Absturz startet.
Vor dem Projekt
1. Ziel festlegen, ein Satz. „Die neue Website soll …", mehr Anfragen bringen? Besser gefunden werden? Endlich pflegbar sein? Ohne dieses Ziel wird der Relaunch zur Geschmacksdiskussion.
2. Inhalts-Inventur. Liste aller Seiten mit ehrlicher Bewertung: behalten, überarbeiten, streichen. Prüfen Sie dabei, welche Seiten tatsächlich Besucher haben, oft tragen fünf Seiten neunzig Prozent des Verkehrs.
3. Adress-Liste erstellen. Jede bestehende Seitenadresse dokumentieren. Diese Liste ist Gold wert, siehe Punkt 8.
4. Besitz-Check. Domain, Zugänge, Inhalte: Was gehört Ihnen, was dem alten Dienstleister? Klären Sie das vor der Kündigung des Alten, die Anleitung: Wem gehört Ihre Website?
Während des Projekts
5. Struktur vor Design. Erst die Frage „Welche Seiten, in welcher Ordnung, für welche Besucher?", dann Farben und Bilder. Die beste Optik rettet keine verwirrende Struktur (wie Ordnung ein breites Angebot rettet, zeigt das Projekt Alianto).
6. Inhalte parallel produzieren. Texte und Bilder sind der häufigste Verzögerungsgrund. Starten Sie damit am ersten Tag, nicht wenn „das Design steht".
7. Mobil zuerst prüfen. Die Mehrheit Ihrer Besucher kommt vom Handy. Jede Abnahme-Runde beginnt auf dem Telefon, nicht auf dem grossen Bildschirm.
8. Weiterleitungs-Plan. Der wichtigste unsichtbare Punkt: Jede alte Adresse (Liste aus Punkt 3) bekommt eine dauerhafte Weiterleitung auf ihre neue Entsprechung. Ohne das verlieren Sie Google-Platzierungen und jeden je gesetzten Link, Details im Umzugs-Artikel.
Zum Stichtag
9. Formulare und Funktionen testen, echt. Jedes Formular einmal wirklich absenden und prüfen, ob die Nachricht ankommt. Der Klassiker unter den Relaunch-Pannen: Die schöne neue Seite sammelt zwei Wochen lang Anfragen, die niemand erhält.
10. Kein Tag ohne Website. Die alte Seite bleibt online, bis die neue nachweislich läuft. Umschaltung ausserhalb der Geschäftszeiten.
11. Google Bescheid geben. Die neue Seitenübersicht bei Google einreichen (Stichwort Search Console), so werden Änderungen schneller übernommen.
12. Zwei Wochen beobachten. Funktionieren die Weiterleitungen? Kommen Anfragen an? Halten die Platzierungen? Erst danach ist der Relaunch fertig, und erst jetzt wird beim alten Anbieter gekündigt.
Der ehrliche Hinweis
Punkte 1 bis 4 können und sollten Sie selbst erledigen, niemand kennt Ihre Inhalte besser. Die Punkte 5 bis 12 sind unser Handwerk: Relaunches so, dass am Stichtag nichts verloren geht und die Website danach Ihnen gehört. Beispiele echter Relaunch-Zeiten finden Sie bei den Projekten; Ihren Rahmen nennt der Preisrechner.
Klingt nach Ihrem Projekt?