Blog

Mehrsprachige Website richtig aufsetzen: DE/FR/IT für die Schweiz

Wer in der Schweiz über den eigenen Sprachraum hinaus verkaufen will, kommt an der Frage nicht vorbei: Muss die Website Französisch können? Italienisch? Englisch? Und wie macht man das richtig? Die Antworten, inklusive der Fehler, die wir am häufigsten sehen.

Braucht Ihre Website überhaupt mehrere Sprachen?

Die ehrliche Gegenfrage zuerst: Haben Sie Kunden (oder wollen welche) in anderen Sprachräumen? Wenn Ihre Kundschaft komplett deutschsprachig ist, ist Mehrsprachigkeit rausgeworfenes Geld, bauen Sie stattdessen die deutsche Version besser aus. Wenn aber die Romandie, das Tessin oder internationale Kunden zum Markt gehören: Ja, denn gesucht wird in der eigenen Sprache, und wer auf Französisch sucht, findet keine deutsche Seite.

Was eine echte Sprachversion ausmacht

Vollständigkeit. Die häufigste Falle ist die Alibi-Übersetzung: Startseite auf Französisch, der Rest deutsch, das Kontaktformular sowieso. Das wirkt schlimmer als gar keine Übersetzung, es signalisiert „so wichtig sind Sie uns". Jede angebotene Sprache muss den ganzen Weg abdecken, bis zur Bestätigungsmail.

Übersetzung mit Verstand. Wort-für-Wort-Übersetzungen verraten sich sofort. Es geht um die Suchbegriffe und Formulierungen des Zielmarkts, der Westschweizer Kunde sucht anders, nicht nur in anderer Sprache.

Die Google-Zuordnung. Google muss wissen, welche Seite zu welcher Sprache gehört, damit Suchende die richtige Version sehen (das unsichtbare Signal dafür heisst hreflang). Fehlt es oder ist es falsch gesetzt, ein sehr häufiger Fehler, konkurrieren Ihre Sprachversionen gegeneinander oder erscheinen beim falschen Publikum.

Ein Inhalt, eine Pflege. Technisch müssen die Sprachversionen verbunden sein: Der Sprachwechsler führt zur gleichen Seite in der anderen Sprache (nicht zur Startseite!), und Änderungen dürfen keinen doppelten Pflegeaufwand erzeugen.

Was oft schiefgeht, die Kurzliste

Halbe Übersetzungen (siehe oben) · Sprachwechsler, der immer zur Startseite springt · maschinell übersetzte Texte ohne Prüfung, inklusive peinlicher Fachbegriffe · fehlende Google-Zuordnung · Formulare und Fehlermeldungen, die deutsch bleiben · Baukasten-Grenzen: Viele Systeme können Mehrsprachigkeit nur als Behelf, ein häufiger Umzugsgrund.

Was es realistisch kostet

Mehrsprachigkeit hat zwei Kostenblöcke: die Technik (sauber aufgesetzt einmalig, danach je Sprache überschaubar) und die Inhalte (Übersetzung und Pflege, der oft unterschätzte Teil). Unsere Empfehlung: technisch von Anfang an mehrsprachfähig bauen, auch wenn Sie mit einer Sprache starten, der spätere Ausbau ist dann ein Bruchteil des Aufwands.

Geht das auch schnell?

Ja. Der Verbandsauftritt SFH ging dreisprachig (DE/FR/IT) in drei Wochen live, die Marken-Website Al Freihat in zwei Wochen in drei Sprachen, inklusive Arabisch mit komplett gespiegelter Leseführung, woran die meisten Systeme scheitern. Und plaene-scannen.ch bestellt in vier Sprachen.

Ob und wie viele Sprachen sich bei Ihnen lohnen, gehört in die ehrliche Erstberatung, der Weg dorthin: zwei Minuten Preisrechner.

Klingt nach Ihrem Projekt?